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Aktualisiert am: 21.05.2012
St. Veit
Sonnenstadt St. Veit

 

RathausUmweltkatastrophen, wie leck geschlagene Öltanker oder GAUs in Atomkraftwerken müssen der Vergangenheit angehören. St. Veit an der Glan hat bereits vor über 15 Jahren einen anderen, einen erneuerbaren Weg eingeschlagen. Bereits zu Beginn der 1990er Jahre wurde gemeinsam mit dem Industrieunternehmen Funder und dem Kärntner Energieversorger Kelag ein Fernwärmenetz errichtet, dessen Energieversorgung mittels Biomasse betrieben wird. Eines, im Verhältnis zur Einwohnerzahl, der bestausgebauten Fernwärmenetze Europas wurde errichtet.
70 % aller Haushalte im Gemeindegebiet werden mittlerweile mit Fernwärme versorgt.

Mitte der 1990er Jahre hatte St. Veit schon einen gewerblichen und industriellen Schwerpunkt in der Energiegewinnung im Bereich Erneuerbare Energie. St. Veiter Unternehmen aus der Solarbranche zählen zu den Marktführern im Bereich Erneuerbare Energie. Mittlerweile hat sich dieser Schwerpunkt zu einem einzigartigen Cluster entwickelt. Firmen wie GREENoneTEC, Kioto, Sonnenkraft, Solar Energie oder HSH zählen zu den Besten in der Branche.

Aufbauend auf diesem Fundament entstand die „Sonnenstadt St. Veit“. Das Symbol der Sonne ist dabei Sinnbild für alle Formen regenerativer Energie: So integriert die Sonnenstadt alle für den Standort sinnvollen und wirtschaftlich machbaren Energieformen.
St. Veit ist somit der erste Nukleus in einem wachsenden Netz von Kärntner Städten, die verstärkt auf erneuerbare Energie setzen und das Ziel von regionaler Energieautarkie vor Augen haben.

DIE SONNENSTADT ST. VEIT GLIEDERT SICH IN MEHRERE TEILBEREICHE

Das Konzept der Sonnenstadt und der Sonnenregion ist breit angelegt: Als Ausgangspunkt einer „erneuerbaren Entwicklung“ bedient sich das Konzept dabei unterschiedlicher Maßnahmen, die folgend kurz angeführt werden.

In der Region Mittelkärnten werden in weiterer Folge ähnliche Projekte, in Abstimmung mit dem lokalen Kontext, umgesetzt. Die Sonnenstadt mit ihren Umsetzungsmaßnahmen ist ein Schritt in Richtung Energieautarkie der Region. Sie ist ein weit sichtbares Landmark, das Wahrnehmbarkeit über die Region hinaus schafft, die Region sichtbar macht und Besucher anzieht.


Errichtung Österreichs größten Photovoltaikkraftwerkes:

Im Raum St. Veit wird Österreichs größtes Sonnenkraftwerk mit rund 3,4 MWp Leistung dezentral errichtet, d.h. auf mehrere Standorte aufgeteilt. Ziel dieser Teilung ist es, verschiedene Möglichkeiten der Installation und Nutzung von Photovoltaikelementen darzustellen.

Rund 450 KWp werden im Kerngebiet der Stadt, auf 3000 m2 Fläche gewonnen - errichtet und betrieben von der Kelag:

  • Jacques Lemans ArenaDie 970 m2 Modulflächen bei der Jacques Lemans Arena und 640 m2 auf dem Dach der Tennishalle beim Hallenbad sind fertig gestellt und wurden bereits an das Netz angeschlossen (Leistung 232 kWp).
  • die weiteren Standorte Tennishalle Kölnhof und Betriebsstelle der Kelag Netz GmbH sollen bis Ende 2012 errichtet sein.


Rund 1.000 KWp im Sonnenpark knapp außerhalb der Stadt:

  • Sonnenpark- im April 2011 starteten die Arbeiten auf dem Gelände bei Untermühlbach für die rund 7.100 m2 Photovoltaikflächen; der Sonnenpark produziert bereits Strom; die Eröffnung ist für das Frühjahr 2012 geplant.





Rund 2 MWp werden auf der alten Mülldeponie entstehen – errichtet und betrieben von der Stadtgemeinde:

  • Auf dem Areal der ehemaligen Mülldeponie am westlichen Stadtrand wird ein weiteres Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 1,9 MWp in zwei Modulen entstehen. Modul 1 mit 1 MWp soll im Jahr 2012, im Jahr darauf das zweite Modul gebaut werden.

Erneuerbare Energie erleben in der Ausstellung "Erlebnis Energie"

Die Ausstellung „Erlebnis Energie“ im St. Veiter Fuchspalast emotionalisiert Interessierte durch ihre Inhalte und künstlerisch ausgefallene Gestaltung und informiert in spannender Weise. Die Besucher erleben erneuerbare Energieformen multimedial auf höchstem Niveau.
Der Fuchspalast ist das neue Informations- und Kommunikationszentrum, in dem sich Bürger, Firmenkunden, Touristen, Schüler und Familien auf 1.000 m² Präsentationsfläche zum Thema Erneuerbare Energien und Elektromobilität umfassend informieren können. Konzentriert in einem Gebäude wird ihnen die Geschichte der Erneuerbaren Energie erzählt.

Ausstellung Erlebnis EnergieDie BesucherInnen tauchen in die Welt der Erneuerbaren Energie ein, die für alle Interessensgruppen spannend ist: Konkret an einer Energielösung fürs eigene Haus Interessierte können sich kundig machen, Schülergruppen werden informiert, Touristen finden eine neue Attraktion in St. Veit, und alle, die irgendwie an den Themen Erneuerbare Energie, Sonnenenergie oder dem Fernwärmesystem der Stadt interessiert sind, kommen im Fuchspalast auf ihre Kosten.

Dabei soll ein Bewusstsein für die Problemstellung der fossilen Energieversorgung über eine gezielte Emotionalisierung erfolgen, Lösungsansätze und Technologien der Erneuerbaren Energie präsentiert und Auswirkungen des Handelns eines jeden einzelnen Menschen aufgezeigt werden. Es wird nicht nur auf reine Information, sondern vor allem auf Verständnis gesetzt. Über Experimentieren und Anwenden mittels „Mini Spielen“ wird das Erlebte verinnerlicht und vertieft.

Ausstellung Erlebnis EnergieDa man die Natur des Menschen nicht ändern kann, müssen wir uns mit seinem Verhalten auseinandersetzen. Die Ausstellung gibt den Besuchern ein persönliches Interesse daran, sich auf die Logik der nachhaltigen Entwicklung einzulassen. Die Nutzer der Erneuerbaren Energie werden mit Bewunderung betrachtet. Es werden also die Erfinder und Nutzer neuer, umweltfreundlicher Technologien ins Rampenlicht gestellt.

W e i t e r e   S c h r i t t e

Mit den oben beschriebenen Umsetzungen ist das Projekt „Sonnenstadt St. Veit“ noch nicht abgeschlossen. Das Projekt wurde nicht als einmaliger Impuls konzipiert, sondern wird sich mit technischen Neuerungen in den kommenden Jahren weiterentwickeln.

Ein Auszug aus den weiteren geplanten Schritten nach Umsetzung der Kraftwerke, der Erlebniswelt sowie dem E-Mobilitätsschwerpunkt:

Initiierung eines Bürgerkraftwerkes:

  • Jeder St. Veiter soll die Möglichkeit haben, zu besonders günstigen Konditionen ein eigenes Sonnenkraftwerk zu errichten: St. Veiter Unternehmen aus der Solarbranche sollen privaten Haushalten Komponenten für das eigene „Hauskraftwerk“ verbilligt zur Verfügung stellen.
  • Dadurch ist geplant, auch im privaten Bereich entsprechende Anreize zu schaffen, auf Alternativenergien umzusteigen und die Idee nachhaltiger Energiegewinnung von den großen Kraftwerken auf private Haushalte zu transferieren.

Forschung, Qualifizierung & Weiterbildung:

  • Dieses geplante Maßnahmenpaket umfasst zum Beispiel die Errichtung einer „Solar Academy“ (Aus- und Weiterbildungen im Bereich erneuerbare Energie), die Errichtung eines Forschungszentrums für erneuerbare Energie sowie die Integration von Industrie- und Gewerbebetrieben in das „Erlebnis erneuerbare Energie“.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Stadtgemeinde St. Veit/Glan
St. Veit/Glan Holding GesmbH

Mag. Martin Kaukal
Projekt- und Standortmanagement
Tel: +43 / 4212 / 5555-14
Fax: +43 / 4212 / 5555-80
martin.kaukal@stveit.com


Mag. Nina Schabkar
Ass. Projektmanagement
Tel: +43 / 4212 / 5555-9804
Fax: +43 / 4212 / 5555-80
nina.schabkar@stveit.com


www.erlebnis-energie.com

 

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